Das Allgäuer Familienunternehmen Abt macht seit den 60er Jahren VWs und Audis schöner und schneller. Tuning, wie es auf Neudeutsch heißt. Seit Oktober 2008 ist die Abt Sportsline GmbH mit einer eigenen Niederlassung in Singapur vertreten. Wir sprachen mit Wolfgang Kitzeder, Geschäftsführer in Singapur.
Warum ist Abt Mitten in der Wirtschaftskrise nach Singapur gekommen? Die Idee wurde im Februar 2008 geboren. Der anschließende Einbruch hat uns aber nicht davon abgehalten, sie umzusetzen. Das war genau der richtige Schritt, wie sich jetzt schon zeigt. Wir haben jetzt schon extreme Steigerungsraten, nur weil ich hier vor Ort bin.
Was heißt das konkret?
Ich habe jetzt im ersten Quartal 2009 die Umsätze in der Region Asia-Pacific im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Für uns ist die Region extrem wichtig, schließlich habe die Hersteller hier große Pläne.
Und in Singapur?
Hier haben wir seit Oktober eine Steigerung von über 30 Prozent. Unser Partner vor Ort, Autovox, baut pro Monat 50 Autos um. Das ist angesichts der Verkaufszahlen enorm. In Malaysia haben sich - verglichen mit dem Vorjahr - die Zahlen dagegen halbiert. Aber insgesamt wächst die Region; speziell in China. Das ist das Land, wo ich momentan extremen Erfolg habe. China, Korea, Japan, Taiwan, das sind meine starken Länder.
Wer leistet sich ein Tuning?
Es sind vor allem junge Geschäftsleute von Mitte 20 bis Mitte 40. Die wollen das Image der Marke und sich von der Masse abheben, wollen eben mehr als ein Produkt von der Stange. Wobei ein reines Chiptuning, also die Verbesserung der Motorleistung, ab 1 500 Singapur Dollar zu haben ist, während der komplette Umbau eines Audi R8 achtzig- bis hunterdtausend Dollar kosten kann.
Und wie sieht es in der Zukunft aus?
Leute, die immer schon ein schönes Auto gefahren sind, werden auch in Zukunft nicht daran sparen. Die Leute wollen Autos. Das ist immer noch ein riesiger Markt.
Jörg Eschenfelder (Text + Foto)






