Impulse Singapur

November 2011

  

 

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Die vollständige Ausgabe

 

Liebe Leserinnen,

Liebe Leser,

 

seit ich in Singapur lebe, bin ich fasziniert vom asiatischen Einrichtungsstil. Ich mag die thailändische Coolness, die balinesische Folkloristik und die chinesische Reduziertheit. All das findet sich in meiner Wohnung in schönen Einzelstücken wieder, die ich über die Jahre entweder in Singapur oder auf Reisen gekauft habe. Gepaart mit schwedischer Lebensart ergibt das zwar eher Villa Kunterbunt, aber mir gefällt‘s. Bei manchen meiner Errungenschaften habe ich tief in die Tasche gegriffen. Zum Beispiel bei den sechs Holzstatuen, die laut Verkäufer aus Burma stammen und mindestens 80 Jahre alt sein sollen. Davon gibt es nur ganz wenige, versichert mir der Verkäufer mit dem Gesichtsausdruck eines Unschuldslamms. Als ich nach einem Zertifikat frage, welches der Verkäufer zuvor immer wieder erwähnt hat, zeigt er mir eines, sagt aber, es sei nicht das für die sechs Statuen. Ich habe die Figuren trotzdem gekauft, auch wenn sich bei mir eine gewisse Nachkaufdissonanz über mehrere Monate gehalten hat. Ich mag die Statuen und sehe heute gelassen darüber hinweg, dass genau in dem Laden, in dem ich sie erstanden habe, immer wieder Neue ähnlicher Natur auftauchen — und das nun schon seit zwei Jahren. Kann man die Echtheit angeblich antiker Möbel überprüfen, wenn man kein Kenner ist? Impulse hat bei einer Expertin nachgefragt. Auf den Seiten 14 und 15 gibt sie ein paar Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte.

Wer garantiert „echte Handarbeit“ in Singapur genießen möchte, dem sei ein ganz besonderes Restaurant in der Joo Chiat Road empfohlen. Hier gibt es köstliche Popiah, eine nicht frittierte Frühlingsrolle. Die zarte Haut, mit der diese Frühlingsrolle eingewickelt wird, wird in diesem Familienbetrieb noch hausgemacht, eine Seltenheit in Singapur. Und auch die Füllung ist ein altes überliefertes Familienrezept. Das Ergebnis ist lecker und tröstet darüber hinweg, falls man gerade ein antikes Möbelstück gekauft hat, das vermutlich eher hundert Tage als hundert Jahre auf dem Buckel hat.

Diese beiden und viele andere Themen finden Sie in unserer neuen Ausgabe der Impulse.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen


Ihre

Petra Bude


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