Impulse Singapur

März 2010

Liebe Leserinnen,

Liebe Leser,

wir schreiben inzwischen März 2010. Für die Geschäftsleute bedeutet das, das Ende des ersten Quartals des Jahres 2010 naht. Und das ist normalerweise schon ein erster Fingerzeig, wie der Rest des Jahres läuft. Auch die Chinesen haben ihr Neujahrsfest gefeiert und sind voller Elan in ihr Jahr des Tigers gestartet. Das heißt: Alle richten den Blick nach vorne.

Gleichzeitig stehen die Zeichen an der Deutschen Europäischen Schule auf Abschluss. Hier haben die Abiturprüfungen begonnen und läuten für die jungen Erwachsenen das Ende eines ganzen Lebensabschnittes ein.

Aber nicht nur Schüler nehmen Abschied, auch ein Teil unserer Leser befindet sich bereits im mentalen Aufbruch: Denn wie immer heißt es für einige, im Sommer Abschied zu nehmen und die Zelte in Singapur abzubrechen. Da hängt über vielen Unternehmungen das Schild »Zum letzten Mal«.

Und in Deutschland? Da verabschiedet sich der Winter, der diesmal bilderbuchmäßig war. Es steht der Frühling und damit neuer Aufbruch vor der Tür. Da geht das Jahr jetzt erst so richtig los.
Ist es ein Wunder, dass bei all diesen Ungleichzeitigkeiten, die ja nur ein Aspekt des modernen Lebens sind, manche Menschen verwirrt sind, sich nicht mehr zurechtfinden und teilweise schlicht Angst bekommen? Und wie reagieren Menschen seit alters her auf Unverständliches, Unerklärliches, Unaussprechliches? Sie erfinden Geschichten, Mythen und Legenden. Fantastisches ist da zu hören, wird weitergereicht von Mund zu Ohr, von Generation zu Generation und rührt an uralte menschliche Bedürfnisse, Wünsche und Ängste. Und das nicht nur in der grauen Vorzeit, sondern auch in jüngster Vergangenheit und in der Gegenwart. Dazu finden sich diesmal im Heft gleich drei anschauliche Beispiele.

Vielleicht macht das ja auch die Faszination Asiens aus. Der unverhohlene Geisterglaube in der Moderne. Das Eingeständnis, dass es auch im technisierten 21. Jahrhundert noch unerklärliche Phänomene gibt, vor denen man demütig sein Haupt neigt.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine anregende Lektüre im ersten Heft des neuen Jahr des Tigers. Gong Xi Fa Chai.

Ihr,

Jörg Eschenfelder

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