Impulse Singapur

Januar 2010

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

willkommen zurück in Singapur. Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Lieben noch einmal ein gutes Neues Jahr 2010. Ich hoffe, Sie hatten einen guten Rutsch und konnten die Feiertage genießen, um sich zu entspannen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und Kraft für das neue zu tanken.

Denn Singapur wartet nicht. Es geht gleich voll weiter. Mit interessanten und zum Teil provokanten Ausstellungen und Events. Im Singapore Art Museum setzen sich philippinische Künstler mit der Entwicklung ihres Landes auseinander, während beim Fringe Festival lokale und internationale Künstler das Spannungsfeld zwischen Kunst und Gesetz ausloten werden.

Am Ende des Monats wartet wieder eines der faszinierendsten hinduistischen Feste auf Ihren Besuch: Thaipusam. Für Europäer ist es oft fesselnd und erschreckend zugleich, zu sehen, welche »Qualen« sich die Gläubigen aussetzen, um ihren Gottheiten zu danken. Unglaublich, dass sie nichts von den Spießen, Nadeln, Haken und Nägeln spüren sollen, während sie fünf Kilometer durch die tropische Stadt wandern und tanzen.

Singapur fasziniert. Unter anderem wegen des ständigen Wandels, dem diese Stadt ausgesetzt ist. Doch welchen Sprung die Stadt seit ihrer Entstehung gemacht hat, wird einem erst bewusst, wenn man auf die Anfänge zurückschaut. Wenn man sieht, wo die Stadt herkommt, was sie groß gemacht hat. Dann hat man zumindest eine Erklärung, warum sie weiter auf Wandel und Wachstum - die Erfolgsformel seit den 60er Jahren - setzt. Das beantwortet zwar nicht die Frage, ob das in der heutigen Zeit noch gut, richtig und passend ist, dürfte aber helfen, unsere Gastgeber und ihr Bestreben, in nahezu allen Bereichen »Weltklasse« zu sein oder zu werden, zu verstehen.

So, jetzt wünsche Ihnen eine angenehme, kurzweilige und gehaltvolle Lektüre der ersten Ausgabe des Jahres 2010.

Ihr,
Jörg Eschenfelder

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