Impulse Singapur

März 2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

dass Singapur multi-ethnisch ist, ist offensichtlich und wird nicht zuletzt vom Singapore Tourism Board immer wieder betont. Es gibt Chinesen, Malaien und Inder. Sie haben ihre jeweiligen offiziellen Feiertage und sie haben ihre historischen Wohngegenden, die „ethnischen Viertel“. Diese kulturellen Merkmale sind wohl den meisten Besuchern und Expatriates bekannt. Übersehen wird dabei oft, dass die drei offiziellen ethnischen Gruppen keineswegs so homogen sind, wie die Klassifizierung es nahelegt. Die Chinesen unterteilen sich in mehrere Dialektgruppen und religiöse Zugehörigkeiten. Das gleiche gilt für die Inder; sie umfassen zahlreiche Sprachgruppen und religiöse Hintergründe. Und auch die Malaien sind keineswegs eine einheitliche Gruppe – zumindest nicht in historischer Perspektive. Heute umfassen die „Malaien“ seinerzeit eigenständige Gruppen wie zum Beispiel Orang Laut, Minangkabau, Malaien, Javanesen, Bugis, Boyanesen und Araber. Ja, sogar Araber! Insbesondere die Vermischung der ehemals lebendigen arabischen Kultur im Lande mit der malaiischen Kultur löst heutzutage bei jungen Arabern zunehmend eine Suche nach ihren eigenen kulturellen Wurzeln aus. Hannah Kunrath hat sich für Impulse auf die Suche begeben und die alten sowie die neuen Spuren der arabischen Kultur in Singapur aufgezeichnet. Ihr Ausgangspunkt: natürlich die Arab Street!

Dass nach Singapur viele gekommen sind und ihre Spuren hinterlassen haben, ist klar. Dass andererseits Emigrie- rende aus diesem Teil der Erde in die Welt hinausgezogen sind und dort einen singapurischen „Stempel“ aufgedrückt haben, ist wohl eher unwahrscheinlich, oder? Gibt es da nicht vielleicht doch einen klitzekleinen Stempel? Es gibt ihn! Er ist genau 6 x 6 Meilen groß und befindet sich im kanadischen Ontario, weitab von jeglicher urbanen Zivilisation. Aber mehr wird jetzt nicht verraten. Erfahren Sie mehr darüber im faszinierenden Beitrag „Auf Pirsch nach Elch und Bär in Singapore“ von Roland Hanewald.

Nun bietet der Inselstaat Singapur heute keine Gelegenheit mehr zur Pirsch. Der letzte Tiger wurde hier in Choa Chu Kang in den 1930er Jahren erlegt. Abgesehen von einem Besuch im Zoo, der gerade erst den beliebten Orang Utan Ah Meng verloren hat, ist ein Kontakt mit großen Tieren in Singapur wohl nur noch beim Reiten zu erfahren. Pferde beißen auch nicht – oder zumindest sehr selten, wie ich selber früher erfahren durfte – und Reiten ist ein Spaß für Jung und Alt. Nicole Wittkopf stellt Ihnen in ihrem Beitrag die diversen Reitmöglichkeiten in Singapur vor, unter anderem Horsecity, das neue 2,5 Millionen Dollar teure Projekt auf dem Gelände des Singapur Turf Clubs an der Turf Club Road. Für Anfänger ist Reiten allemal ein spannendes Abenteuer, denn bekanntlich liegt ja das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde.

Mit herzlichen Grüßen,

Heiko Schulze, Editor
www.impulse.org.sg
 

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