Impulse Singapur

Mai 2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

dass wir unsere Jahreszeiten lieben – und gelegentlich hier vermissen – wird in Gesprächen immer wieder deutlich. Auch in den für diese Ausgabe geführten Interviews wurde es bestätigt: sowohl der hier vor einiger Zeit zu Besuch weilende Graf Philipp von Lerchenfeld als auch ein deutscher Student an der National University of Singapore vermissen auf der Tropeninsel am meisten die verschiedenen Jahreszeiten. Und  Impulse-Mitarbeiter Tobias Dietrich nimmt den hier fehlenden Frühling als Aufhänger für seinen Beitrag über die Musikrevue „Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris.“ „Es ist in Singapur,“ so schreibt er „um die frühlingshafte Jahreszeit eher schlecht bestellt“. Folglich bedarf es „einer alternativen Liebe und Leidenschaft in diesem Monat“. Und genau das bietet in der Tat diese hörens- und sehenswerte Musikproduktion mit Liedern des berühmten Belgiers.

Aber es gibt noch weit mehr in diesem Wonnemonat. Mögen es in der fernen Heimat die Blumen im Garten sein, die derzeit Farbe und Freude verbreiten; hierzulande sind es im Mai die diversen Festivals, die in der
vielfältigen Kulturlandschaft „sprießen“. Und es ist wirklich eine beachtliche Anzahl: Da ist zuallererst natürlich das Singapore Arts Festival, das mit Abstand größte jährliche Veranstaltungsprogramm in der  singapurischen Kunstszene. Hinzu kommt das Gilles Peterson’s Worldwide Festival – Singapore Edition für die Jüngeren und Junggebliebenen. Und für die alternative Jugendszene gibt es das Singapore Street Festival. Auch die europäischen Vertretungen vor Ort leisten ihren Beitrag zum singapurischen „Kulturfrühling“. Sie bieten das alljährliche populäre Filmfestival der Europäischen Union an.

Aber damit nicht genug! Ein weiteres kulturelles Großereignis steht uns im Mai bevor: Die Wiedereröffnung des Peranakan-Museums. Mit der weltweit größten Ansammlung von Artefakten dieser faszinierenden
Bevölkerungsgruppe ist die permanente Ausstellung des Museums in der Armenian Street zweifelsohne einzigartig. Und das sind auch die Peranakan, die hier auch Babas und Nonyas genannt werden. Sie waren zusammen mit den Briten seinerzeit in Singapur die erste Bevölkerungsgruppe, die den Grundstein für die moderne Handelsmetropole gelegt haben. Wer genau sind diese Peranakan? Was ist das Besondere an ihnen? Erfahren Sie mehr über sie in unserem Beitrag „Ist für Babas und Nonyas kein Platz in der singapurischen ‚Salatschüssel‘“?

Natürlich zeigen wir auch in dieser Ausgabe wieder für all diejenigen, die lieber Natur statt Kultur erleben möchten, eine Alternative auf. Unser Reisetipp: Besuchen Sie ein abgelegenes Elefantencamp in Nordthailand.
Freunden Sie sich mit einem Dickhäuter an, füttern Sie ihn, reiten Sie auf ihm und schrubben Sie sein dickes Fell. Dass das in der Tat ein einmaliges Erlebnis ist, das nicht nur interessante Lernerfahrungen verspricht,
sondern auch unheimlich viel Spaß macht, garantiert Ihnen „Möchtegern- Mahout“ Sonja Menne-Hainz. Sie und ihr Mann planen bereits die nächste Reise in das Camp. Ich wünsche Ihnen einen schönen „Frühling“.

Mit herzlichen Grüßen,

Heiko Schulze
Editor

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