Impulse Singapur

Juni 2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

 

es ist wieder die Zeit des Jahres, in der viele Singapur verlassen werden. Die meisten von Ihnen werden wohl nur kurzfristig für eine Urlaubreise gehen, einige aber werden in ihre Heimat zurückkehren oder in ein anderes Land der immer „kleiner“ werdenden Welt weiterziehen. Zu den Zurückkehrenden gehören dieses Mal gleich zwei Botschafter: Der Botschafter Dr. Daniel Woker und der deutsche Botschafter Folkmar Stoecker. Botschafter Dr.Woker verabschiedet sich in dieser Impulse-Ausgabe von uns, Botschafter Stoecker wird sich in der kommenden Ausgabe zum letzten Mal in einem Interview an die Impulse-Leser und Leserinnen wenden. Beiden, sowie all den anderen Rückkehrern und Weiterziehenden, wünsche ich auch im Namen des Impulse-Teams weiterhin alles Gute für Ihr privates und berufliches Leben!

Aber bevor Sie nun Singapur den Rücken kehren, nutzen Sie noch einmal die Gelegenheit, die Wunder der Natur in diesem Teil der Welt zu erleben. Ein idealer Platz hierzu ist das nur knapp eine Autostunde von Johor Bahru gelegene Kota Tinggi Rainforest Resort. Bereits die exotische Flora und Fauna innerhalb dieser “Ziviliations-Oase” am Rande des regenwaldbedeckten Berges Gunung Panti ist faszinierend. Richtig spannend wird es aber erst auf einer Wanderung im Naturschutzgebiet direkt hinter den rustikalen Chalets. Erleben Sie dort den Urwald hautnah! Und ganz in Nähe des Resort liegt der insbesondere bei Kindern beliebte Kota Tinggi Wasserfall (siehe Titelbild).

Und vielleicht wollen Sie vor der Abreise noch einmal indisch Essen gehen? Natürlich in Little India, wo sonst? Aber halt: Es soll tatsächlich Expatriats (und auch Singapurer) geben, denen dieses Stadtviertel nicht ihren hygienischen Ansprüchen genügt. Für mich ist es dagegen der interessanteste Stadtteil des ansonsten oft steril wirkenden Stadtstaates. Dabei ist das heutige „Little India“ nicht einmal der Stadtteil, in dem sich die Anfang des 19. Jahrhunderts nach Singapur gekommenen Inder niedergelassen haben. Die ersten Inder in Singapur lebten seinerzeit zunächst in Teilen des heutigen Chinatown, zum Beispiel in der Chulia Street. Und wer sind diese Inder überhaupt? Ihre Vielfalt steht denen der chinesischen Dialektgruppen in Nichts nach. Insgesamt leben in Singapur zehn ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen. Davon ist Tamil die größte Sprachgruppe, aber noch vier weitere indische Sprachen sind in Singapur offiziell anerkannt und werden in der Schule als Drittsprache angeboten. Die Kultur und Vielfalt der Inder in Singapur ist das Thema einer Ausstellung im National Museum of Singapore; ein Anlass für Impulse, über die ersten Menschen in Singapur aus jenem Teil der Welt zu schreiben.

Wer Anfang letzten Jahres in Singapur war, wird sich bestimmt noch an eine der schlimmsten Fluten in der jüngsten Geschichte des Landes erinnern. Überschwemmungen waren in den letzten zwei Jahrzehnten eher selten. Dafür sorgte ein extensives Kanalsystem auf der Insel. Das hat aber auch dazu geführt, dass jede Menge Regenwasser direkt ins Meer fließt und ein großer Teil des Trinkwassers von Malaysia importiert werden muss. Das soll nun anders werden. Es werden neue Reservoire entstehen und die Wassereinzugsgebiete nicht nur ökologischer, sondern auch freizeitfreundlicher gestaltet. Lesen Sie in dem Beitrag Wasser zum Genießen. Singapurs neue Wasserlandschaften was die Planer in petto haben.


Mit herzlichen Grüßen,
Heiko Schulze
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