Impulse Singapur

September 2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

wer das Abenteuer unternimmt, die Selbstverständlichkeiten der gewohnten Lebenswelt im eigenen Land für einen gewissen Zeitraum hinter sich zu lassen und in einer fremden Kultur zu leben, dem ist zumindest
eines gewiss: ein Kulturschock. Die seit 18 Jahren in Singapur lebende Kennerin des Landes, Claudia Klaver, weiß um dieses Problem nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch von zahlreichen Gesprächen mit Expats. Ihr Resümee: „Wir haben früher oder später alle einen Kulturschock!“ In einem Interview mit Impulse-Autorin Melanie Quarré („Keine Angst vor Kulturschock“) erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen und gibt einige Tipps zum Umgang mit dem Problem.

Auch eine Maid, so hilfreich sie im Haushalt einer Expat-Familie auch ist, ist anfangs nicht selten Auslöser eines Kulturschocks. Der richtige Umgang mit der jungen Frau aus einer völlig anderen Kultur - z.B. aus
einem ländlichen Gebiet in den Philippinen - und mit begrenzten Sprachkenntnissen (manchmal auch auf Seiten der Familie) ist oft Anlass für Frustration – und das natürlich auch auf beiden Seiten! Antje Blohm gibt Ihnen in ihrem Beitrag „Was Sie vor Anstellung einer Full-time Maid wissen sollten“ einige nützliche Tipps rund um dass Thema Maid. Aber keine Angst! Durch diese Schwierigkeiten mussten und sind alle
Expats durch! Wer dennoch mal Abstand von der „Fremde“ braucht, kann gelegentlich auch mal wieder in die eigene Kultur eintauchen. Und dazu gibt es in Singapur natürlich genügend Möglichkeiten, z.B. das Oktoberfest. In wenigen Wochen wird auch hier in zahlreichen Etablissements das jährliche Münchner Großereignis gefeiert. Und für die Freunde des deutschen Gerstensaftes gibt es gleich noch einen Höhepunkt: das „Singapore Beerfestival 2008“. Mit immerhin 35 verschiedenen Bieren aus Deutschland ist die heimatliche Getränkekultur reichlich vertreten. Mehr zu den beiden Veranstaltungen erfahren Sie auf den Seiten 6 und 8.
Wer einmal ein richtiges Abenteuer sucht, muss sich schon jenseits der Grenzen des Inselstaates begeben. Unser reisefreudige Impulse-Autor und Kenner der Region, Roland Hanewald, empfiehlt eine auf eigne Faust
organisierte Flussfahrt auf dem Rejang, Malaysias längstem Fluss. 640 Kilometer lang schlängelt sich der Fluss durch den ost-malaiischen Bundesstaat Sarawak. Vorbei an regenwaldbestandenen Ufern, lauernden Krokodilen und bescheidenen Siedlungen verschiedener ethnischer Gruppen ist diese Fahrt auf einem Expressboot eine ideale Möglichkeit, den nördlichen Teil Borneos kennenzulernen. Auch ohne konkrete Reisepläne ist sein Beitrag „Rejang – Fluviale Freuden“ lesenswert.

Zum Abschluss noch ein Wort in eigener Sache: Impulse bekommt einen neuen Chefredakteur. Jörg Eschenfelder, ein erfahrener Wirtschaftsjournalist und Kenner des Landes, wird ab September diese interessante
Aufgabe übernehmen. Er hat auch bisher schon mehrfach für Impulse geschrieben. In dieser Ausgabe gibt er uns mit seinem Beitrag „Das Rasseln hinter dem Küchentuch” einen Einblick hinter den Kulissen des Singapurer Zoos.

Mit herzlichen Grüßen,

Heiko Schulze
Editor
www.impulse.org.sg

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